Was ist eine Labordurchreiche?
Definition: Eine Labordurchreiche ist ein wandintegriertes Übergabeelement zur hygienischen und diskreten Übergabe von Proben oder Materialien zwischen zwei getrennten Räumen.
Funktion einer Labordurchreiche
In medizinischen Einrichtungen wird sie häufig zwischen Patienten-WC und Praxislabor eingesetzt, um Urinproben ohne direkten Kontakt zwischen Patienten und Praxispersonal zu übergeben.
Als bauliches Verbindungselement zwischen sensiblen Bereichen unterstützt die Labordurchreiche klare Abläufe im Praxisalltag und eine sinnvolle Trennung von Patienten- und Arbeitsbereich. Sie wird vor allem in Arztpraxen, medizinischen Versorgungszentren, Kliniken und Laboren eingesetzt.
Diese Seite erläutert die Definition der Labordurchreiche, ihren Aufbau, typische Einsatzbereiche sowie grundlegende Planungsaspekte. Weiterführende Informationen zur praktischen Anwendung finden Sie im Artikel Labordurchreiche Wissen.
Aufbau und Funktion einer Labordurchreiche
Labordurchreichen bestehen aus einem wandintegrierten Übergabeelement mit zwei getrennt bedienbaren Türen oder Klappen – jeweils auf der Patientenseite (z. B. im Toilettenraum) und auf der Personal- bzw. Laborseite. Zwischen beiden Seiten befindet sich ein geschützter Übergaberaum für Probenbehälter oder kleinere Materialien.
In Arztpraxen wird die Labordurchreiche typischerweise zwischen Patienten-WC und Praxislabor eingebaut. Patienten stellen den Probenbecher auf der einen Seite ein, während das Praxispersonal ihn auf der gegenüberliegenden Seite entnimmt. Dadurch entstehen klare Abläufe, kurze Wege und eine diskrete Probenübergabe.
Die typische Einbauhöhe einer Labordurchreiche von etwa 1,03 m verhindert zuverlässig einen direkten Sichtkontakt zwischen beiden Seiten. Übliche Wandöffnungen liegen bei etwa 23 × 23 cm oder 29 × 29 cm. Weitere Details finden Sie im Artikel Labordurchreiche Maße.



Vorteile für Praxis, Klinik und weitere Einrichtungen
- Diskretion für Patienten
Vermeidung unangenehmer Übergabesituationen und höhere Akzeptanz bei sensiblen Probenabgaben. - Hygienische Sicherheit
Kein direkter Kontakt und kein Sichtkontakt zwischen Patienten- und Arbeitsbereich. Die räumliche Trennung unterstützt hygienische Abläufe in medizinischen Einrichtungen. - Effiziente Abläufe
Kürzere Wege für das Personal und klar strukturierte Arbeitsprozesse im Praxisalltag. - Flexible Integration
Labordurchreichen lassen sich sowohl in Neubauten als auch in bestehende Gebäude integrieren und an unterschiedliche Wandstärken sowie Raumkonzepte anpassen.
Typische Einsatzbereiche einer Labordurchreiche
Labordurchreichen werden in zahlreichen medizinischen und institutionellen Einrichtungen eingesetzt. Typische Anwendungsbereiche sind:
Entwicklung und Standardisierung
Die Labordurchreiche wurde ursprünglich im klinischen Umfeld entwickelt, um Probenübergaben zwischen Patientenbereich und Labor strukturiert und hygienisch zu organisieren. Mit der zunehmenden Spezialisierung ambulanter medizinischer Einrichtungen hat sich dieses Bauelement auch in Arztpraxen, medizinischen Versorgungszentren und betriebsmedizinischen Einrichtungen etabliert.
Heute gehört die Labordurchreiche in vielen Einrichtungen zur funktionalen Grundausstattung moderner Hygienearchitektur. Sie unterstützt klar definierte Arbeitsabläufe, reduziert unnötige Wege für das Personal und ermöglicht eine diskrete Übergabe sensibler Proben.
Im Zuge dieser Entwicklung haben sich standardisierte Baugrößen und Einbausituationen herausgebildet. Typische Wandöffnungen liegen beispielsweise bei etwa 23 × 23 cm oder 29 × 29 cm. Weitere Details zu Größen und Planung finden Sie im Artikel Labordurchreiche Maße.
Spezialisierte Hersteller wie LaboLite® bieten heute Systeme an, die auf diese Anforderungen abgestimmt sind. Sie kombinieren robuste Materialien, standardisierte Maße und eine flexible Anpassung an unterschiedliche Wandstärken und Raumkonzepte. Dadurch lassen sich Labordurchreichen sowohl in Neubauten als auch in bestehenden Gebäuden zuverlässig integrieren.

Labordurchreiche LaboLite® – Beispiel für die Integration einer Labordurchreiche in bestehende Raumkonzepte medizinischer Einrichtungen.
Fazit: Kleine bauliche Maßnahme – große Wirkung
Die Labordurchreiche ist eine vergleichsweise kleine bauliche Maßnahme mit großer Wirkung. Sie verbindet hygienische Anforderungen, diskrete Probenübergabe und effiziente Arbeitsabläufe zu einem funktionalen Baustein moderner medizinischer Einrichtungen.
Durch die klare Trennung von Patienten- und Arbeitsbereich unterstützt sie strukturierte Praxisabläufe, reduziert Wege für das Personal und erleichtert die Organisation sensibler Probenprozesse. Damit ist die Labordurchreiche heute ein etabliertes Element in Arztpraxen, medizinischen Versorgungszentren, Kliniken sowie weiteren institutionellen Einrichtungen.




