Maße, Wandöffnung & Wandstärke

Labordurchreiche Maße werden oft zu spät oder zu grob geplant. Entscheidend sind nicht nur Breite und Höhe der Wandöffnung, sondern vor allem die fertige Wandstärke, die geplante Nutzung und die Frage, ob LaboLite® Klassik oder LaboLite® XL besser zur Einbausituation passt.

Warum Labordurchreiche Maße wichtig sind

In Bauplänen werden Durchreichenöffnungen häufig großzügig eingezeichnet. Die Idee dahinter klingt zunächst nachvollziehbar: Lieber etwas größer planen, damit später genug Platz bleibt. Im Praxisalltag zeigt sich jedoch, dass überdimensionierte Öffnungen selten einen echten Vorteil bringen.

Für die übliche Probenübergabe in Arztpraxis, MVZ oder Betriebsmedizin geht es nicht um große Gegenstände, sondern um übliche Probenbehälter und vergleichbare leichte Gegenstände. Deshalb sollten Labordurchreiche Maße nicht nach dem Prinzip „möglichst groß“, sondern nach Funktion, Ergonomie und Einbausituation gewählt werden.

Aktuelle Einordnung: LaboLite® Klassik ist die kompakte Standardlösung für frei planbare Wandöffnungen. LaboLite® XL ist die aktuelle MED-kompatible Alternative, wenn 290 x 290 mm bereits vorgesehen oder gewünscht sind.

Labordurchreiche Maße: Wandöffnung, Tiefe und Wandstärke

Bei LaboLite® stehen zwei relevante Einbaumaße im Mittelpunkt. LaboLite® Klassik nutzt eine Wandöffnung von 230 x 230 mm. LaboLite® XL nutzt eine Wandöffnung von 290 x 290 mm und passt damit zu Projekten, bei denen eine größere MED-kompatible Öffnung vorgesehen ist.

Modell Wandöffnung Typische Einordnung
LaboLite® Klassik 230 x 230 mm Optimierte Standardlösung, wenn die Wandöffnung noch frei geplant werden kann.
LaboLite® XL 290 x 290 mm Aktuelle MED-kompatible Alternative bei vorhandener oder geplanter größerer Öffnung.
MED-Durchreiche 290 x 290 mm Ältere angefragte Ausführung, nur noch projektbezogen beziehungsweise nach Verfügbarkeit.

Fertige Wandstärke: das oft wichtigere Maß

Neben der Wandöffnung ist die fertige Wandstärke besonders wichtig. Gemeint ist nicht die Rohbauwand allein, sondern das tatsächliche Fertigmaß inklusive Fliesen, Putz, Wandbelägen oder sonstigem Wandaufbau.

Dieses Maß beeinflusst die Tiefe der Durchreiche und damit den nutzbaren Innenraum. Je genauer die fertige Wandstärke angegeben wird, desto sauberer lässt sich die Durchreiche vorbereiten. Von-bis-Angaben sollten deshalb vor Bestellung konkretisiert werden.

Warum größere Labordurchreiche Maße nicht automatisch besser sind

Eine größere Öffnung schafft nicht automatisch mehr Nutzen. Für die übliche Probenübergabe reicht häufig eine kompakte, gut platzierte Lösung. Eine überdimensionierte Durchreiche kann dagegen Platz beanspruchen, größere Türbewegungen erzeugen und auf der Laborseite Arbeitsfläche stören.

Auch in größeren Praxen ändert sich die Art der Probenübergabe nicht automatisch. Entscheidend ist die Organisation: Wie viele Proben werden gleichzeitig abgestellt? Wer entnimmt sie? Wo liegt das Patienten-WC? Wo liegt der Labor- oder Arbeitsbereich?

Hygiene

Mehr Fläche kann zur Zwischenlagerung verleiten. Sinnvoll ist ein klarer Übergabepunkt, nicht ein zusätzlicher Ablagebereich.

Ergonomie

Größere Türen benötigen mehr Bewegungsraum. Gerade im WC oder am Laborarbeitsplatz kann das stören.

Einbau

Kleinere, passend gewählte Öffnungen lassen sich bei Umbauten häufig einfacher in bestehende Grundrisse integrieren.

Planungspunkte für die richtigen Labordurchreiche Maße

Nutzung klären

Geht es um übliche Probenbehälter oder um andere Gegenstände? Für LaboLite® steht die übliche Probenübergabe im Vordergrund.

Wandöffnung festlegen

Wenn frei planbar, spricht vieles für 230 x 230 mm. Wenn 290 x 290 mm gesetzt sind, ist XL die passende aktuelle Alternative.

Wandstärke messen

Benötigt wird das Fertigmaß inklusive Fliesen, Putz, Belägen oder sonstigem Wandaufbau.

Position prüfen

Die Durchreiche sollte zwischen Patienten-WC und Laborseite sinnvoll erreichbar sein.

Einbauhöhe abstimmen

Die Höhe sollte zur Nutzung auf beiden Wandseiten passen und Möbel, Waschtisch oder Arbeitsplatten berücksichtigen.

Bewegungsraum beachten

Türbewegung und Bedienung dürfen weder WC-Seite noch Laborarbeitsplatz unnötig einschränken.

Unterlagen prüfen

Technische Daten, Downloads und Modellwahl sollten vor Bestellung mit Planung oder Ausbau abgeglichen werden.

Modellwahl nach Einbausituation

Wenn die Wandöffnung noch frei geplant werden kann, ist LaboLite® Klassik meist die naheliegende Standardlösung. Sie ist für die übliche diskrete Probenübergabe im ambulanten medizinischen Umfeld entwickelt und nutzt eine kompakte Wandöffnung.

LaboLite® XL ist sinnvoll, wenn bereits eine größere Wandöffnung von 290 x 290 mm vorgesehen ist oder eine frühere MED-Situation ersetzt werden soll. Die ältere MED-Durchreiche selbst bleibt nur noch projektbezogen beziehungsweise nach Verfügbarkeit relevant.

Grenzen der Nutzung

LaboLite® ist für übliche Probenbehälter und vergleichbare leichte Gegenstände vorgesehen. Für schwere, scharfe, spitze oder untypische Gegenstände sowie mechanische Einwirkungen außerhalb des gewöhnlichen Gebrauchs ist die Durchreiche nicht bestimmt.

Fazit zu Labordurchreiche Maßen

Gute Labordurchreiche Maße entstehen nicht durch maximale Größe, sondern durch eine passende Kombination aus Wandöffnung, Wandstärke, Position und Nutzung. Für viele neue Projekte ist LaboLite® Klassik mit 230 x 230 mm die kompakte Standardlösung. Für größere oder bereits festgelegte Einbausituationen ist LaboLite® XL mit 290 x 290 mm die aktuelle Alternative.

LaboLite® Maße und Modellwahl prüfen

Nutzen Sie die aktuellen Unterlagen, um Wandöffnung, Wandstärke und Modellwahl für Ihr Projekt sauber abzustimmen.